Undichte Fenster und schlecht gedämmte Haustüren lassen im Winter viel Raumwärme nach draußen entweichen. Kalte Zugluft mindert die Behaglichkeit in den Wohnräumen und treibt Ihre Heizkosten in die Höhe. Wenn Sie veraltete Fenster austauschen, senken Sie den Energieverbrauch spürbar. Sie sperren störenden Straßenlärm aus und erhöhen den Einbruchschutz. Welche Rahmenwerkstoffe zu Ihrer Immobilie passen, welche Ausgaben auf Sie zukommen und wie Sie staatliche Zuschüsse erhalten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
- Heizkosten deutlich senken: Mit neuen Fenstern und Dreifach-Wärmeschutzglas verringern Sie den Wärmeverlust über die Glasflächen je nach Ausgangszustand um bis zu 75 Prozent.
- Passende Rahmenprofile wählen: Ob Kunststoff, Holz, Aluminium oder Verbundrahmen – jedes Profil besitzt eigene Vorzüge bei Pflege und Lebensdauer.
- Bauschäden sicher vermeiden: Eine fachgerechte Montage und ein passendes Lüftungskonzept schützen die Wände vor Feuchtigkeit und Schimmel.
- Staatliche Zuschüsse sichern: Das BAFA unterstützt den Fenstertausch mit attraktiven Zuschüssen zur Förderung der Sanierung. Alternativ stehen Darlehen oder Steuerboni zur Verfügung.
- Sofort Energie sparen: Neue Dichtungen, Dämmfolien und geschlossene Rollläden halten auch bei bestehenden Fenstern wertvolle Wärme im Raum.
Die Themen im Überblick:
Türen- und Fenstertausch: Dann lohnt sich die Maßnahme
Alte Fenster zählen zu den großen thermischen Schwachstellen im Haus. Vor allem einfach verglaste Scheiben oder Isoliergläser aus den Baujahren vor 1995 leiten Wärme rasch nach draußen ab. Sie lassen viel Luft hindurch, mindern die Behaglichkeit und sorgen für hohe Heizkosten.
Der passende Zeitpunkt für neue Fenster und Haustüren
Ein Austausch bietet sich an, wenn Sie ohnehin Arbeiten an der Fassade planen. Wer die Außenwand dämmt oder neu verputzt, spart bares Geld, wenn Handwerker die Fenster im selben Schritt erneuern. So fallen Gerüstkosten nur einmal an. Auch vor dem Einbau einer neuen Heizung lohnt sich der Fenstertausch. Dichte Fenster senken die Heizlast Ihres Gebäudes. Sie können die Heizung kleiner dimensionieren und sparen bereits beim Kauf der Wärmeerzeuger.
Fenstertausch auch bei defekten Bauteilen zu empfehlen
Zeigen Rahmen morsche Stellen, schließen Fensterflügel schlecht oder sammelt sich im Scheibenzwischenraum Feuchtigkeit? In all diesen Fällen ist die Lebensdauer der Bauteile abgelaufen und ein Austausch an der Zeit. Gleiches gilt bei einer ungedämmten Haustür. Zieht es hinter dieser spürbar, empfiehlt sich auch hier ein zügiger Wechsel.
Zahlreiche Vorteile: Heizkosten, Einbruchschutz und Ruhe
Neue Fenster und Haustüren bringen klare Vorzüge für Ihren Wohnalltag. So sorgen Sie in erster Linie für geringere Wärmeverluste und sinkende Heizkosten. Darüber hinaus steigen Wohnkomfort und Einbruchschutz, wenn Sie Türen und Fenster austauschen. Welche Vorteile die Maßnahme außerdem mit sich bringt, zeigt die folgende Übersicht:
- Heizwärme im Haus halten: Zeitgemäße Wärmeschutzverglasungen reduzieren Wärmeverluste und senken den Brennstoffbedarf
- Wohnkomfort steigern: Warme Glasflächen verhindern unangenehme Zugluft und kalte Zonen in Fensternähe
- Lärmschutz verbessern: Spezialgläser dämmen Straßen- und Umgebungslärm zuverlässig und schaffen Ruhe in den eigenen vier Wänden
- Einbruchschutz erhöhen: Robuste Rahmen, Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsglas erschweren Einbrechern das Aufhebeln und schaffen mehr Sicherheit
Tipp: Lassen Sie den Zustand Ihrer Fenster vorab von einem Energieberater begutachten. Er prüft Schwachstellen und erstellt einen Sanierungsfahrplan, der Ihnen zusätzliche Zuschüsse sichert.
Fenstertausch: Diese Bauarten stehen zur Wahl
Wer neue Fenster kaufen möchte, wählt aus verschiedenen Profilen. Weit verbreitet sind Elemente aus Kunststoff – aber auch Holz, Alu und Verbundmaterialien kommen im Ein- und Zweifamilienhaus zum Einsatz. Jeder Werkstoff hat dabei spezifische Eigenschaften in Bezug auf Wärmedämmung, Pflege und Preis. Die folgende Tabelle gibt eine erste Orientierung:
| Rahmenprofil | Pflegeaufwand | Langlebigkeit | Wärmeschutz | Preisniveau |
|---|---|---|---|---|
| Kunststoff | Sehr gering | 30 – 40 Jahre | Gut bis sehr gut | Günstig |
| Holz | Hoch (regelmäßiger Anstrich) | 40 – 50 Jahre | Sehr gut | Mittel |
| Aluminium | Sehr gering | 50+ Jahre | Gut (mit Dämmkern) | Gehoben |
| Holz-Aluminium | Sehr gering (außen) | 50+ Jahre | Sehr gut | Hoch |
Kunststofffenster: Preiswert und pflegeleicht
Rahmen aus Kunststoff bestehen aus Profilen mit mehreren Hohlkammern, die ruhende Luft zur Wärmedämmung nutzen. Sie trotzen Wind und Wetter ohne neuen Anstrich. Schmutz entfernen Sie einfach mit Wasser und mildem Reiniger. Wegen des günstigen Preises und der guten Dämmwerte wählen viele Hausbesitzer diese Variante für ihr Eigenheim.
Holzfenster: Natürlicher Wärmeschutz mit Wohnlichkeit
Holz besitzt von Natur aus gute Dämmeigenschaften und schafft eine behagliche Raumatmosphäre. Heimische Hölzer wie Kiefer, Lärche oder Eiche bieten zudem eine hohe Stabilität. Sie benötigen jedoch regelmäßige Pflege und sind mit einem höheren Aufwand verbunden als Kunststoff- oder Alufenster. So müssen Sie das Holz alle paar Jahre lasieren oder streichen, um es vor Witterung und Feuchte zu schützen.
Aluminiumfenster: Langlebig, wetterfest und sicher
Aluminiumrahmen überzeugen durch enorme Formstabilität und schmale Ansichtsbreiten. Sie eignen sich besonders für großflächige Glasfronten sowie Schiebetüren und gelten als besonders sicher. Da Metall Wärme gut leitet, trennen Hersteller Außen- und Innenschalen durch isolierende Kunststoffstege. Diese verbessern den Wärmeschutz und helfen dabei, Energie einzusparen. Ein weiterer Vorteil: Alufenster halten viele Jahrzehnte. Sie liegen preislich allerdings über Kunststoffrahmen, weshalb sie vor allem im Ein- und Zweifamilienhausbereich etwas seltener zum Einsatz kommen.
Holz-Aluminium-Fenster: Beste Eigenschaften kombiniert
Setzen Sie bei einem Fenstertausch auf Verbundelemente aus Holz und Aluminium, machen Sie sich die Vorzüge beider Baustoffe zunutze. Im Innenraum sorgt massives Holz dabei für natürliche Behaglichkeit und beste Dämmung. Auf der Außenseite schützt eine wetterfeste Aluminiumschale vor Regen und Sonne. Sie sparen sich das regelmäßige Streichen der Außenrahmen und werten Ihr Gebäude merklich auf. Der Nachteil: Wenn Sie bestehende Fenster austauschen, sind die Kosten für Holz-Alu-Elemente eher höher einzuschätzen.
Nicht vergessen: Auch veraltete Türen lassen viel Wärme entweichen. Sie entsprechen den aktuellen Sicherheitsstandards häufig nicht mehr und stören den Komfort durch Undichtigkeiten und Zugluft. Tauschen Sie die alten Türen aus, sparen Sie sofort Energie. Sie senken Ihre Heizkosten und schützen sich besser vor Einbrechern.
Fenster austauschen: Auf diese Punkte sollten Sie achten
Der Austausch von Fenstern greift unmittelbar in die Bauphysik des Hauses ein. Um Feuchteschäden und Schimmel zu vermeiden, müssen Fachbetriebe klare Regeln befolgen. Die folgende Übersicht zeigt, auf welche Punkte Sie dabei unbedingt achten sollten.
Lüftungskonzept verhindert Schimmelbildung
Alte Fenster waren oft undicht und durch feine Fugen strömte ständig frische Luft. Dieser unkontrollierte Luftwechsel kostete zwar Energie, führte aber auch Luftfeuchtigkeit nach draußen ab. Neue Fenster schließen luftdicht ab. Bleibt das gewohnte Lüftungsverhalten unverändert, kann das zu einer höheren Luftfeuchtigkeit im Raum führen. Die Folgen sind häufig Kondensation und Schimmel. Um das zu vermeiden, sollten Sie ein Lüftungskonzept nach DIN 1946 Teil 6 erstellen lassen. Mit diesem prüfen Experten, ob der natürliche Luftwechsel hoch genug ist oder lüftungstechnische Maßnahmen erforderlich sind.
Wärmebrücken beim Fenstertausch vermeiden
Neue Dreifach-Fenster dämmen oft besser als das alte Mauerwerk. Die umliegenden Flächen werden dadurch schnell zu den kältesten Bereichen im Raum und Feuchtigkeit kondensiert zunächst an diesen. Besonders gefährdet sind dabei die Laibungen, die Fachhandwerker zur Sicherheit besonders sorgfältig dämmen.
Unser Tipp: Bei einem Fenstertausch müssen Fenster, Wandaufbau und Anschlussdetails aufeinander abgestimmt sein. Entscheidend ist nicht, dass das Fenster grundsätzlich schlechter dämmt als die Wand. Vielmehr müssen Wärmebrücken an Laibungen und Anschlüssen vermieden und eine ausreichende Lüftung sichergestellt werden. Bei ungedämmten oder energetisch schwachen Außenwänden empfiehlt sich daher eine bauphysikalische Prüfung der Gesamtsituation.
Allgemeine Regeln zum Austauschen der Fenster
Der Austausch der Fenster ist ein komplexes Vorhaben, bei dem Fehler schnell zu teuren Bauschäden führen können. Um diese zu verhindern, empfehlen wir immer die Unterstützung durch einen Fachhandwerker. Diese verfolgen beim Einbau in der Regel eine dreistufige Abdichtung, wie in der folgenden Übersicht zu sehen:
- Innen luftdicht: Spezielle Dichtbänder verhindern, dass warme Raumluft in die Montagefuge eindringt.
- Mittig wärmedämmend: Montageschaum oder Dämmstoffe füllen den Zwischenraum lückenlos aus.
- Außen schlagregendicht: Dampfoffene Bänder leiten Feuchtigkeit nach draußen ab und halten Schlagregen fern.
Tipp: Fenster austauschen und Rollladenkästen dämmen
Geht es um einen Fenstertausch, sollten Sie auch angrenzende Bauteile nicht aus den Augen verlieren. Ein großes Einsparpotenzial bieten dabei die Rollladenkästen. Vor allem in wenig sanierten Altbauten, lassen diese viel Luft und Wärme hindurch. Eine fachgerechte Dämmung wirkt dem entgegen. Sie dichtet die Rollladenkästen ab, mindert die Wärmeverluste und steigert den Wohnkomfort. Für die Umsetzung stehen Dämmsets, passgenaue Dämmschalen oder Austauschkästen zur Wahl.
Türen- und Fenstertausch: Kosten im Überblick
Wie viel neue Türen und Fenster kosten können, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Denn die Preise hängen sehr stark von Material, Form und Größe ab. Auch der Montageaufwand hat einen großen Einfluss darauf, wie viel Sie für neue Fenster und Türen ausgeben müssen. Die nachfolgende Übersicht zeigt Richtwerte inklusive fachgerechter Montage:
| Fenstertyp (inkl. Montage) | Richtpreis pro m² | Typisches Fenster (1,3 x 1,3 m) |
|---|---|---|
| Kunststofffenster (3-fach-Glas) | 500 – 800 € | 850 – 1.350 € |
| Holzfenster (3-fach-Glas) | 700 – 1.100 € | 1.180 – 1.850 € |
| Aluminiumfenster (3-fach-Glas) | 900 – 1.400 € | 1.500 – 2.350 € |
| Holz-Alu-Fenster (3-fach-Glas) | 1.000 – 1.600 € | 1.700 – 2.700 € |
Möchten Sie neben den Fenstern auch die Haustür austauschen, fallen inklusive Einbau Kosten von 2.500 bis 6.000 Euro an. Verbindliche Informationen liefert hier ein individuell kalkuliertes Angebot.
Weitere Faktoren beeinflussen die Gesamtkosten
In kaum einem Bereich fallen die Preise für ein und dasselbe Bauteil so unterschiedlich aus. Grund dafür sind in der Regel die Einflüsse von Zusatzausstattungen. So kosten Dreifachverglasungen mit einem besseren Wärmeschutz zum Beispiel mehr als zweifach verglaste Fenster, die aber mehr Wärme hindurch lassen. Gleiches gilt für den Einbruchschutz: Legen Sie auf diesen besonderen Wert, fallen die Kosten durch besondere Widerstandsklassen (etwa RC2) höher aus. Ähnlich verhält es sich in Bezug auf den Schallschutz oder optische Eigenschaften, wie Sprossen und verdeckt liegende Beschläge.
Fördermittel für den Fensteraustausch: Ein Überblick
Um Ihnen beim Austausch der Fenster finanziell unter die Arme zu greifen, bietet der Staat attraktive Fördermittel. Verfügbar sind Zuschüsse, Darlehen oder steuerliche Vergünstigungen, die wir im Folgenden vorstellen.
BAFA-Zuschuss für neue Fenster über die BEG-EM
Über die Bundesförderung für Einzelmaßnahmen (BEG-EM) zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten für neue Fenster und Haustüren. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor, gibt es 5 Prozent extra sowie einen höheren Kostenrahmen (60.000 statt 30.000 Euro für die erste Wohneinheit). Den sogenannten iSFP-Bonus erhalten Sie im Einfamilienhaus jedoch nur für den Teil der Kosten, der die Grenze von 30.000 Euro überschreitet. Voraussetzung für die Förderung des Fensteraustauschs ist ein U-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K) für Fenster sowie 1,3 W/(m²K) für Haustüren – für Sonderverglasungen und Denkmäler sind Ausnahmen möglich.
Übrigens: Um Finanzierungslücken zu schließen, können Sie neben der BEG-EM-Förderung auch einen kostengünstigen Ergänzungskredit beantragen. Erhältlich ist dieser über einen Finanzierungspartner Ihrer Wahl. Voraussetzung ist die Bestätigung zur BEG-EM-Förderung.
KfW-Darlehen für die Sanierung zum Effizienzhaus
Sanieren Sie das Gebäude zum Effizienzhaus, vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Programm BEG-WG zinsverbilligte Förderkredite bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit sowie Tilgungszuschüsse. Wie hoch Letztere ausfallen, hängt dabei von der erreichten Effizienzhaus-Stufe ab.
Wichtig: Die Beantragung von Zuschüssen und Darlehen aus den Programmen der BEG-Förderung erfolgt immer vor Maßnahmenbeginn zusammen mit einem Energieberater. Während Sie Zuschüsse über das BAFA-Portal bekommen, wenden Sie sich für Darlehen an einen Finanzierungspartner aus Ihrer Region.
Zuschüsse auch für neue Rollladenkästen verfügbar
Dämmen oder erneuern Sie Rollladenkästen zusammen mit den Fenstern, stuft das BAFA diese Arbeiten als förderfähige Umfeldmaßnahme ein. Sie erhalten dafür denselben Fördersatz wie für die Fenster selbst. Rüsten Sie neue Rollläden nach, können Sie dafür auch eine Förderung zum sommerlichen Wärmeschutz in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür: Die Sonnenschutzeinrichtungen müssen parallel zum Fenster eingebaut werden (keine Markisen) und über eine optimierte Tageslichtversorgung verfügen. In puncto Konditionen und Antragstellung gibt es keine Unterschiede zur Förderung neuer Fenster oder Haustüren.
Steuerbonus: Alternative zur BAFA-/ KfW-Förderung
Haben Sie den Förderantrag vor Baubeginn verpasst, können Sie Sanierungskosten über die Steuererklärung geltend machen:
- Steuerbonus für Sanierung (§ 35c EStG): Für mindestens zehn Jahre alte, selbst bewohnte Häuser zieht das Finanzamt 20 Prozent der Sanierungskosten (bis zu 40.000 Euro pro Objekt) direkt von Ihrer Steuerschuld ab. Die Ersparnis verteilt sich auf drei Jahre. Ein Fachbetrieb muss die Einhaltung der technischen Vorgaben bescheinigen.
- Handwerkerleistungen absetzen (§ 35a EStG): Für reine Arbeitskosten können Sie 20 Prozent der Ausgaben (bis zu 1.200 Euro pro Jahr) steuerlich abziehen. Materialkosten bleiben hierbei unberücksichtigt.
Einfache Tipps: Mit Fenstern und Türen Energie sparen
Der Fenstertausch ist eine kostenintensive Maßnahme, die ins Budget passen muss. Möchten Sie diese noch etwas aufschieben, senken Sie den Wärmeverlust auch mit einfachen Handgriffen im Alltag. Die folgende Übersicht zeigt, welche das sind:
- Dichtungen erneuern: Poröse Dichtungsgummis lassen Wärme nach draußen strömen. Selbstklebende Dichtungsbänder aus Silikon oder Schaumstoff dichten Fensterflügel rasch ab und sparen Energie.
- Fensterfolien von innen anbringen: Spezielle Folien reflektieren Wärmestrahlung in den Raum zurück. Bringen Sie zudem Wärmeschutzfolien an, bilden diese ein dämmendes Luftpolster auf der Glasscheibe, das ebenfalls beim Sparen hilft.
- Rollläden bei Dunkelheit schließen: Sobald die Sonne untergeht, bilden geschlossene Rollläden ein isolierendes Luftpolster vor der Scheibe. Das verringert den Wärmeverlust je nach Ausführung um bis zu 20 Prozent und Ihre Heizkosten sinken.
- Stoßlüften statt Dauerkippen: Öffnen Sie die Fenster mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten komplett. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen das Mauerwerk aus, ohne die Luft rasch zu wechseln. Das sorgt für unnötige Verluste und steigert das Schimmel-Risiko.
- Zugluftstopper an Türen nutzen: An Haus- und Zimmertüren verhindern Sie kalte Zugluft durch Bürstendichtungen oder Textilrollen. Diese lassen sich an der Unterkante der Bauteile anbringen und sparen dort sofort Energie.
Ein positiver Nebeneffekt: Viele Energiesparmaßnahmen senken nicht nur Ihre Heizkosten. Sie sorgen auch für einen höheren Komfort und steigern damit die thermische Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden.
FAQ: Häufige Fragen zum Fenstertausch
Wie viel Heizenergie spart ein Fenstertausch?
Der Tausch alter Fenster gegen Dreifachverglasungen senkt den gesamten Heizwärmebedarf eines frei stehenden Einfamilienhauses im Durchschnitt um 10 bis 15 Prozent. Bei sehr alten Fenstern mit einfacher Verglasung fällt die Einsparung in der Regel sogar noch höher aus.
Sollte man zuerst die Fassade dämmen oder die Fenster tauschen?
Im Idealfall führen Handwerker beide Arbeiten gleichzeitig durch. Müssen Sie die Schritte zeitlich trennen, dämmen Sie zuerst die Fassade oder setzen die neuen Fenster so ein, dass Handwerker die spätere Fassadendämmung sauber an den Fensterrahmen anschließen können.
Ist Dreifachverglasung heute Standard?
Ja. Für Fördergelder verlangt der Staat einen sehr guten Dämmwert (U-Wert von 0,95 W/(m²K) oder besser). Diesen erreichen Fenster in aller Regel nur mit Dreifach-Wärmeschutzglas und warmen Kanten im Randverbund. Achten Sie in jedem Fall aber auf die Qualität der umliegenden Bauteile und setzen Sie, wenn nötig, auch lüftungstechnische Maßnahmen um.
Wann ist ein Lüftungskonzept gesetzlich vorgeschrieben?
Eine allgemeine gesetzliche Pflicht besteht nicht bei jedem Fenstertausch. Die DIN 1946-6 sieht bei Sanierungen jedoch unter bestimmten Voraussetzungen eine Prüfung der Lüftung vor – insbesondere, wenn mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster ausgetauscht wird. Fachplaner und Handwerker sollten daher prüfen, ob der notwendige Feuchteschutz weiterhin nutzerunabhängig gewährleistet ist.
Kann man Fenster in Eigenleistung austauschen?
Von einem Selbsteinbau raten Experten ab. Denn fehlerhafte Anschlüsse an das Mauerwerk verursachen Wärmebrücken, Bauschäden sowie Schimmel. Für staatliche Fördergelder ist der Einbau durch einen Fachbetrieb ebenfalls ratsam – interessieren Sie sich für einen Steuerbonus, ist er sogar Pflicht.

